Read Ein Lied über der Stadt by Ewald Arenz Online

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Die Sehnsucht vom FliegenDie berührende Geschichte einer starken Frau, die für ihren Traum vom Fliegen lebt, und eine Parabel über Liebe und Wahrheit in Zeiten der Not und der Lüge.Eine Kleinstadt im Sommer 1929. Die Pfarrerstochter Luise Anding kennt keine größere Sehnsucht als das Fliegen. Obwohl es in diesen Jahren für ein Mädchen alles andere als einfach ist, Pilotin zDie Sehnsucht vom FliegenDie berührende Geschichte einer starken Frau, die für ihren Traum vom Fliegen lebt, und eine Parabel über Liebe und Wahrheit in Zeiten der Not und der Lüge.Eine Kleinstadt im Sommer 1929. Die Pfarrerstochter Luise Anding kennt keine größere Sehnsucht als das Fliegen. Obwohl es in diesen Jahren für ein Mädchen alles andere als einfach ist, Pilotin zu werden, gelingt es Luise, ihren Traum gegen alle Widerstände zu verwirklichen. Sie verlässt die Stadt und wird eine gefeierte Kunstfliegerin. Als sie jedoch Jahre später die Fliegerei als Beruf aufgeben muss und die Gestapo ihren Vater bedroht, kehrt sie in ihren Heimatort zurück. Vieles hat sich hier verändert. Die politische Lage spitzt sich zu, ihre Familie, aber auch Georg, der beste Freund aus Jugendzeiten und nun im Widerstand aktiv, geraten zunehmend in Gefahr. So kommt der Tag, an dem Luises Liebe und ihr fliegerisches Können auf die Probe gestellt werden ... Ein Roman, dessen zarte Poesie verzaubert und der die bittersüße Melodie der Sehnsucht singt.Wenn man in den Himmel sah, dann wusste man doch: Er war so weit und so offen und vor allem so unendlich wie nichts anderes auf der ganzen Welt. Und weil Luise sich nach der Unendlichkeit sehnte, so sehr, dass es manchmal wehtat, wollte sie fliegen, seit sie das erste Flugzeug gesehen hatte...

Title : Ein Lied über der Stadt
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ISBN : 9783869131924
Format Type : Hardcover
Number of Pages : 300 Pages
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Ein Lied über der Stadt Reviews

  • Keksisbaby
    2019-03-27 23:12

    Pfarrerstochter Luise ist ein Freigeist und sie träumt vom Fliegen. Ein ungewöhnlicher Wunsch für eine Frau in den 20ger Jahren des letzten Jahrhunderts. Um den Traum eines Tages Wirklichkeit werden zu lassen, baut sie zusammen mit ihrem Freund Georg heimlich ein Flugzeug. Als Luise nach einer Flugschau von einem Pilot heimgeflogen wird, gibt es kein Halten mehr, sie will nach München und fliegen lernen. Ihr Vater, der sie sehr liberal erzogen hat und als Sonnenanbetender Vegetarier selbst eine Kuriosität im dem kleinen fränkischen Städtchen darstellt, willigt schließlich ein und ermöglicht es ihr. Sechs Jahre später scheint der Traum jedoch vorbei, denn längst haben Nationalsozialisten das Sagen und für die gehört eine Frau nun mal an den heimischen Herd. Die Enge der Kleinstadt holt Luise ein und auch die Kleingeister, die sich schon immer am Lebenswandel des Pfarrers gestört haben, bespitzeln, hetzen und denunzieren in einem unerträglichen Maß. Aus den Dienern von einst, sind Herren geworden und „wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen auch Zwerge lange Schatten“ (Karl Kraus). So kommt es das ihr liberaler Vater schon bald im Konzentrationslager Dachau landet und auch Luise, durch ihre Liebe zu Georg ins Kreuzfeuer der Obrigkeiten gerät. Aber da gibt es ja noch das Flugzeug aus Kindertagen und damit ein Stückchen Freiheit für sie und Georg in der nationalsozialistischen Enge. Nachdem ich die letzte Seite des Buches zugeschlagen habe, war ich sehr enttäuscht, weil es schon zu Ende war. Ich mochte mich gar nicht von den Figuren und der Geschichte trennen und hätte gern noch mehr Seiten ins Buch gezaubert. Sie waren so authentisch und erwachten unter meinen lesenden Augen zum Leben. Luises Freiheitsdrang und Begeisterung vom Fliegen wirken ansteckend, ebenso wie die Wut auf die Ungerechtigkeit in dieser Welt. Die Wahrheitsliebe, sowie der Mut sie auch auszusprechen des Pfarrers nötigten mir Respekt ab und noch nie habe ich einer Figur in einem Roman ein solches Maß an Verachtung entgegengebracht wie dem Mesner Schwarz. Ewald Arenz ist ein großartiger Erzähler. Man kann sich der Geschichte einfach nicht entziehen. Die Sprache des Buches ist auch dem Zeitgeist von damals angepasst. So sind es Lastkraftwagen, statt schnöder Lkws oder das Kolleg statt die Uni. Diese Tatsache verleiht dem ganzen in meinen Augen Authentizität und einen gewissen Charme. Gefallen hat mir auch das es sich vordergründig wie die Geschichte einer Frau die Fliegen will anhört, aber eigentlich geht es um Freiheit. Und das es da draußen Menschen oder widrige Umstände gibt, die einem daran hindern diese zu erlangen bzw. auszuleben. Es gibt Bücher die liest man und fühlt sich gut unterhalten und dann gibt es Geschichten zwischen zwei Buchdeckeln, die nehmen den Leser emotional mit auf eine Reise und bleiben unvergesslich. „Ein Lied über der Stadt“ ist genauso eine und das nächste Buch von Herrn Arenz steht schon ganz oben auf meiner Wunschliste.

  • Babs
    2019-03-29 00:59

    Luise Anding, Pfarrerstochter, wünscht sich nichts sehnlicher, als zu fliegen. Sie wächst 1929 in einem kleinen Städtchen auf, wo sie zusammen mit ihrem Vater Gottfried, ihrem Bruder Paul und ihrer Schwägerin Luana lebt. Alles, was sie über das Fliegen in ihre Finger bekommt, verschlingt sie geradezu. Sie hat auch begonnen, mit ihrem Freund Georg ein Flugzeug selbst zu bauen. Lange schon träumt sie davon, es den Mauerseglern gleich zu tun und im weiten, freien, grenzenlosen Himmel zu fliegen. Nachts schleicht sie sich heimlich aus dem Haus und verbringt die Nächte bei Georg in der Werkstatt.Als sie den Piloten Arthur Greben kennenlernt, scheint sich ihr Traum zu erfüllen und sie geht nach München, um dort zu studieren und das Fliegen zu erlernen. Doch ist es eine Zeit des Umbruchs und als sie nach Hitlers Machtergreifung und sechs Jahre später in ihre zurück in ihre Heimatstadt kommt, ist nichts mehr so wie es war. Und Luise muss sich entscheiden.Lusie ist eine starke, junge Frau, mit der man sich leicht identifizieren mann. Ihre Trauer, Wut, Angst und ihr Glück empfindet man leicht nach, sie wirkt menschlich und real, ich habe mich immer wieder dabei erwischt, wie ich auch wütend wurde, auf die Personen, die etwas gegen sie haben, da sie nicht perfekt ist, den Nationalsozialismus ablehnt und einfach nur leben und glücklich sein will. Doch dies passt nun mal nicht jedem, so gibt es Neider, und Menschen die sie und ihre Familie hassen und alles dafür tun würden, um sie los zu werden. Sie ist bereit, für ihre Wünsche und Ziele, ihre Freunde und ihre Familie zu kämpfen.Ich hätte mir zwar gewünscht, etwas mehr über Luises Zeit in München zu erfahren, und wie sie zu der Frau wurde, die sie ist, als sie nach Hause heimkehrt, doch wäre das Buch dann sicher sehr viel länger gewesen. Die Zeiten der Nationalsozialisten kenn ich nur ein wenig aus den Erzählungen meiner Großmutter. Heute wissen wir nicht, wie sehr ein Mensch damals für seine Freiheit und seine Rechte kämpfen musste, dafür einfach so leben zu können, wie er oder sie es wollte und auch frei seine Meinung äußern zu dürfen.Das Buch hat eine starke Hauptcharakterin, einen poetischen Schreibstil und eine wunderbare Geschichte, die auch zum Nachdenken anregt.

  • Wal.li
    2019-04-24 23:18

    FreiheitIm Jahr 1929 ist Luise fast fertig mit der Schule. Ihr großer Traum ist das Fliegen. Nicht gerade ein Beruf für junge Frauen, das meint auch ihr Vater, der Pastor der kleinen fränkischen Stadt. Die Tochter soll doch studieren, was anderseits auch eher ungewöhnlich ist in dieser Zeit, in der die Spießer das Sagen haben. Doch der Sommer ist schön in diesem Jahr. Zusammen mit dem Sohn des Tankstellenbesitzers baut Luise heimlich ein Flugzeug. Und ihr Bruder Paul verschafft ihr die Möglichkeit, eine Flugschau zu besuchen. Prüfen soll sie sich, ob Fliegen wirklich das einzig Wahre ist. Wie wunderbar ist es als sich die außerordentliche Gelegenheit bietet in einem Flugzeug nach hause geflogen zu werden. Der Moment des Abhebens, unglaublich. Und als der Pilot ihr erlaubt, das Steuer zu übernehmen, wird ein Traum wahr. Fliegen ist es, Fliegen ist Freiheit in dieser immer enger werdenden Zeit. Wie gerne möchte man Luise fliegen sehen. Doch erlaubt es die Nazi-Zeit nicht, denn Frauen dürfen keine Verkehrsflugzeuge fliegen. So bleiben nur Flugschauen und ein richtiger Beruf muss sein. So jedenfalls sieht es ihr ausgesprochen sympathischer und fortschrittlicher Vater. Doch mit seiner direkten und menschenfreundlichen Einstellung eckt der Vater bei den immer mächtiger werdenden Nazis an. Und so bleibt nicht viel von der Freiheit und der unbeschwerten Jugend. Immer häufig kommen Luise und die Familienmitglieder in brenzlige Situationen, in denen sie die Machtgier der Nazi-Schergen zu spüren bekommen. Immer beklemmender werden die Lebensumstände, in denen dieser politische Unrat in ihre Welt eindringt und ihnen ihre Seele zu rauben droht. Doch der Vater ist zuversichtlich. Luise wird im richtigen Moment das Richtige tun. Und im richtigen Moment tut Luise das unvermeidlich Richtige und sie findet ihre Freiheit. Mitreißend und emotional ist die Schilderung von Luises jungem Leben, dass sich eigentlich auf den Schwingen der Freiheit emporheben sollte und dass doch von der Allmacht der gemeinen Nazi-Parteigänger brutal niedergerissen wird, nur um eben im rechten Moment eine freie Wahl zu treffen.

  • Erika
    2019-04-23 22:57

    Luise hat einen großen Traum – sie will fliegen. Fliegen um jeden Preis, davon erhofft sie sich die große Freiheit. Ohne zunächst zu begreifen, was hinter ihrem Wunsch steht will sie der Enge ihres Städtchens entfliehen, frei sein von Zwängen, Kleinbürgertum und starrem Gehorsam.Gemeinsam mit einem Freund aus Jugendtagen kommt sie auf die Idee, sich kurzerhand selbst ein Flugzeug zu bauen. Viele Stunden und all ihr Erspartes setzen Luise und Georg ein um sich ihren Traum zu erfüllen, um die Welt endlich von oben zu sehen.Doch das Leben spielt oft anders und das Deutschland der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts steuert unaufhaltsam auf eine Katastrophe zu.Mit „Ein Lied über der Stadt“ nimmt uns Ewald Arenz mit in eine Vergangenheit, die noch gar nicht so lange zurückliegt und uns dennoch bereits fremd und unwirklich scheint. Wie kein anderer vermag es der Autor, das Lebensgefühl der damaligen Zeit zu transportieren, sodass sich die LeserInnen von der ersten Seite an richtig heimelig in dem Roman fühlen können.Die Geschichte wird gleichermaßen von den ProtagonistInnen als auch den Nebencharakteren getragen und zu den meisten von ihnen lässt sich ganz schnell eine Beziehung aufbauen. Dadurch werden ihre Handlungen schnell nachvollziehbar und eingehend.Ewald Arenz sagte im Rahmen der lovelybooks-Leserunde der Arbeitstitel für „Ein Lied über der Stadt“ lautete „Schöner Roman“, nun ein schöner Roman ist dieses Buch wirklich, aber nebenbei noch einer der ganz sacht etwas in den Menschen zum Klingen bringen kann.